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Was ist dein „Thin Place“?

Joerg Kuehn · Feb 22, 2026 · Leave a Comment

Ullswater Lake in Cumbria / Nordengland

Lange bevor wir über Achtsamkeit, Meditation, Stressmanagement, Nervensysteme oder innere Ruhe gesprochen haben, suchten keltische Mönche nach Orten, an denen sich das Leben verbundener anfühlte.

Zwischen dem fünften und neunten Jahrhundert reisten sie durch Irland, Schottland, Wales und an die äußersten Ränder Nordbritanniens — zu windgepeitschten Inseln, stillen Tälern und rauen Küstenlandschaften. Nicht, um dem Leben zu entkommen, sondern um ihm tiefer zu begegnen.

Sie glaubten, dass an bestimmten Orten der Abstand zwischen Himmel und Erde „dünn“ wird. Nicht als abstrakte Idee, sondern als etwas, das man spüren kann — im Körper, im Herzen, im Atem, in der Stille.

Einige dieser Mönche sind bis heute in Erinnerung geblieben. Persönlichkeiten wie St. Cuthbert auf der Gezeiteninsel Lindisfarne, St. Columba auf der abgelegenen Insel Iona oder die namenlosen Mönche, die ihre bienenkorbförmigen Hütten in steilen Atlantikfelsen vor der irischen Küste errichteten.

Sie bauten ihre Klöster nicht in Städten. Sie wählten die Ränder — Orte, an denen Wind, Meer, Stein und Himmel nicht durch Komfort abgeschwächt wurden. Orte, die den Elementen ausgesetzt waren, wo Stille nicht geplant, sondern gegeben war.

Photo by Towel401 – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41989094 

Das Bild oben zeigt das Kloster auf Skellig Michael, einem windumtosten Felsen im Atlantik vor der Südwestküste Irlands. Hoch über dem Meer klammern sich kleine, runde Steinhütten — vor über tausend Jahren aus aufeinandergeschichteten Steinen gebaut — an den Rand der Insel. Kein Mörtel. Kein Schmuck.

Umgeben von Weite — Wasser und Himmel — wirkt alles offen und ungeschützt: Wind, Salz, Licht, Stille. Und doch liegt in dieser Offenheit ein Gefühl von Geborgenheit. An solchen Rändern finden wir uns selbst gespiegelt — näher am Leben, verbundener.

Für mich wird ein „Thin Place“—ein Ort, an dem sich Himmel und Erde irgendwie näher anfühlen— zu einer Metapher für etwas zutiefst Menschliches: ein Ort und ein Moment, in dem wir mehr mit unserem eigenen wahren Ich verbunden sind — ohne Ablenkung, ohne Vergleich, ohne das ständige Rauschen von „Was kommt als Nächstes?“

Wenn wir einen solchen Ort betreten, beginnt sich innerlich etwas zu beruhigen. Unser Atem wird ruhiger. Der Herzschlag weicher. Die Schultern sinken fast unbemerkt. Und oft entweicht uns — ohne dass wir es planen — ein tiefer Seufzer. Als würde der Körper erkennen: Hier darf ich sein. Hier ist es sicher.

Anfang des Jahres hatte ich das Privileg, zwei meiner „Thin Places“ zu besuchen.

Der eine ist der zugefrorene Fluss Ivalo im Norden Finnlands. Der andere ist Ullswater in Cumbria, im Norden Englands. Geografisch liegen sie weit auseinander, geprägt von ganz unterschiedlichem Wetter und Landschaft. Und doch verbindet sie für mich etwas Wesentliches.

Gefrorener Ivalo Fluss in Nord-Finland

Beide Orte geben mir das Gefühl, irgendwie innerlich nach Hause zu kommen.

Probleme, die auf dem Weg dorthin noch dringend wirkten, verlieren ihre Schärfe. Die lange To-do-Liste, die eben noch schwer auf meinen Schultern lag, fühlt sich plötzlich nicht mehr so belastend an. Stattdessen ist da Ruhe. Ein stilles Gefühl von Sicherheit. Nichts zu lösen. Nichts zu beweisen. Einfach Raum, um die Stille zu beobachten.

Und in diesem Raum geschieht etwas Interessantes.

Wenn sich das Nervensystem sicher fühlt — wenn Druck, Sorgen und Vergleiche nachlassen — wird der Geist klarer. Nicht, weil wir uns mehr anstrengen, sondern weil wir aufhören, innerlich in Alarmbereitschaft zu sein.

Aus diesem inneren Gefühl von Sicherheit kehrt Perspektive zurück. Probleme wirken weniger überwältigend. Neue Einsichten tauchen überraschend leicht auf.

„Thin Places“ nehmen uns die Herausforderungen des Lebens nicht ab — aber sie helfen uns, ihnen mit mehr Klarheit und Mut zu begegnen. Vielleicht, weil wir in diesen Momenten und an diesen Orten nicht gegen die Realität kämpfen. Sondern einfach präsent sind.

Das Ermutigende daran ist: „Thin Places“ müssen nicht weit entfernt sein. Sie brauchen keine Flüge, keine langen Reisen und keine dramatischen Landschaften.

Ich habe sogar ein zwei im geschäftigen Rhythmus Londons und seiner Umgebung entdeckt.

Und ich bin damit nicht allein.

Ein guter Freund spricht oft von einer alten Eiche im Westen Deutschlands. Jedes Mal, wenn er unter ihren weit ausladenden Ästen steht, breitet sich fast augenblicklich Ruhe in ihm aus. Nichts Außergewöhnliches geschieht — und doch fühlt sich alles plötzlich etwas stabiler an.

Eine andere Freundin kehrt regelmäßig zu einem kleinen Teich im Erzgebirge zurück. Still, unscheinbar, leicht zu übersehen. Und doch findet sie dort Stille. Sie tankt auf. Sie sammelt neuen Mut, um den Herausforderungen des Lebens wieder zu begegnen.

„Thin Places“ scheinen weniger mit Geografie zu tun zu haben — und mehr mit Erlaubnis.

Mit der Erlaubnis, innezuhalten.

Mit der Erlaubnis, zu atmen.

Mit der Erlaubnis, zu uns selbst zu kommen.

Hier ist meine Einladung an dich:

Was ist dein „Thin Place“?

Und wenn du Lust hast, es mit mir zu teilen, würde ich mich wirklich freuen, davon zu hören.

Cheerio

Joerg

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