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Der wichtigste Schritt in jeder Veränderung

Joerg Kuehn · Mar 24, 2026 · Leave a Comment

Letzte Woche habe ich mich mit meinem Coach-Kollegen und guten Freund Tom getroffen (Name aus Vertraulichkeitsgründen geändert). Vor einigen Jahren habe ich an einem Achtsamkeitstraining für Coaches teilgenommen, das Tom geleitet hat.

Wir sind in Kontakt geblieben und mit der Zeit gute Freunde geworden. Wir teilen regelmäßig die Höhen und Tiefen des Coachings – aber auch, was sonst so in unserem Leben passiert.

Tom erzählte mir von einer herausfordernden Situation in seinem Business.

In den letzten Monaten hat die Coaching-Plattform, über die er den Großteil seines Einkommens generiert hatte, die Anzahl der Coaching-Aufträge deutlich reduziert. Der Grund? Sie haben begonnen, KI-gestützte Coaching-Tools zu integrieren – und brauchten dadurch weniger menschliche Coaches.

Angesichts der möglichen Auswirkungen auf sein Einkommen hätte ich erwartet, dass Tom besorgt oder sogar in Panik ist.

Doch es war fast das Gegenteil. Er wirkte ruhig und gefasst. Fast ein wenig glücklicher als sonst.

Neugierig fragte ich ihn, was passiert war. Seine Antwort enthielt eine kraftvolle Erkenntnis.

Tom, ein sehr ruhiger und aufmerksamer Mensch, hatte die Veränderung kommen sehen. Über mehrere Monate hinweg hatte er Signale in der Kommunikation der Plattform wahrgenommen und erkannt, dass ein Wandel unvermeidlich war.

Also entschied er sich schon vor einigen Monaten, aktiv zu werden.

Zuerst begann er, auf die höchste Coaching-Zertifizierung der International Coaching Federation hinzuarbeiten – den Master Certified Coach (MCC). Dank dieser frühen Entscheidung steht er nun kurz vor dem Abschluss.

Zweitens entschied er sich, genau die Technologie, die seine Coaching-Arbeit reduziert hatte – KI – für sich zu nutzen.

Er analysierte Hunderte seiner bisherigen Coaching-Sitzungen und nutzte KI, um Muster zu erkennen, zum Beispiel:

  • Mit welchen Klienten hat er die beste Arbeit geleistet?
  • Welche Themen hatten die größte Wirkung?
  • Mit welchen Kunden arbeitet er am liebsten?

Diese wertvollen Erkenntnisse bilden nun die Grundlage für eine neue Marketing-Strategie, die er gemeinsam mit einem Coach für Coaches entwickelt.

Tom lächelte, als er mir davon erzählte. Er sagte, es fühle sich an wie ein spannendes neues Kapitel.

Ich dachte sofort: Wenn mir so etwas passieren würde – ein großer Teil meines Einkommens bricht weg – würde ich wahrscheinlich eher in Panik geraten oder erst einmal blockieren, anstatt so klar und entschlossen zu handeln wie Tom.

Also haben wir darüber gesprochen, was ihm geholfen hat, so zu reagieren.

Und es stellte sich heraus, dass es einen entscheidenden Schritt gab, der früh in diesem Prozess eine große Rolle gespielt hat.

Um das zu erklären, möchte ich kurz auf die Veränderungskurve eingehen, inspiriert von der Arbeit von Elisabeth Kübler-Ross zu den Phasen der Trauer.

Dieses Modell wurde ursprünglich entwickelt, um Trauerprozesse zu beschreiben. Es lässt sich jedoch auch auf viele Veränderungen in unserem Leben übertragen – denn jede Veränderung beinhaltet auch einen Verlust. Die meisten von uns kennen das: Wenn wir einen Verlust erleben, durchlaufen wir oft verschiedene Phasen – Verleugnung, Frustration, Verhandeln, Traurigkeit, Ausprobieren – und schließlich ein Weitergehen.

Diese Phasen verlaufen selten linear. Wir bewegen uns oft vor und zurück zwischen ihnen und erleben manchmal mehrere gleichzeitig. Ich möchte hier die zwei Dimensionen des Models besonders hervorheben:

  • Horizontale Achse: Zeit (wie lange wir im „Tal der Veränderung“ bleiben)
  • Vertikale Achse: Emotionales Wohlbefinden (wie stark unser Wohlbefinden in dieser Zeit sinkt)

Und genau hier hat Toms wichtigster Schritt den Unterschied gemacht. Sehr früh im Prozess tat er etwas Einfaches – aber sehr Kraftvolles.

Er hat die Situation akzeptiert.

In dem Moment, in dem er akzeptierte, dass das Problem existiert, verbrachte er kaum Zeit damit, mit der Realität zu hadern oder sie abzulehnen.

Er kam ins Handeln.

Das Ergebnis: Die Zeit im „Tal“ wurde deutlich kürzer – und die emotionale Tiefe des Tals wesentlich flacher.

Anstatt gegen die Realität anzukämpfen, begann er schnell zu handeln und sich auf das zu konzentrieren, was in seiner Kontrolle lag.

Als wir darüber sprachen, erinnerte ich mich an eine Begegnung mit einem buddhistischen Mönch während eines Meditations-Retreats in Nordthailand. Er teilte mit uns drei einfache Worte, die der Schlüssel zu Achtsamkeit sind – Worte mit erstaunlich viel Weisheit:

AKZEPTIEREN. AKZEPTIEREN. AKZEPTIEREN.

Akzeptanz ist keine Resignation.

Sie bedeutet einfach, die Realität so anzuerkennen, wie sie ist – anstatt sie abzulehnen – damit wir beginnen können, sinnvoll darauf zu reagieren. Wenn wir die Realität bekämpfen, bleiben wir stecken.

Wenn wir sie akzeptieren, gewinnen wir unsere Handlungsfähigkeit zurück. Wir verkürzen die Zeit – und reduzieren die Tiefe der Veränderungskurve.

Oder anders gesagt:

Wir machen die „Schlaglöcher“ auf dem Weg durch Veränderungen deutlich weniger tief.

 

 

Hier ist meine kleine Einladung zur Reflexion:

Gibt es gerade eine Situation in deinem Leben, die dich stark beschäftigt?

Etwas, mit dem du vielleicht noch haderst oder gegen das du innerlich ankämpfst?

Was würde passieren, wenn du beginnst zu akzeptieren, dass diese Situation da ist?

Nicht, weil es leicht ist.

Sondern weil Akzeptanz oft der schnellste Weg ist, durch eine Veränderung zu gehen – und dabei deutlich weniger zu leiden.

 

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Deutscher Blog Change, changemanagement, mit Stress umgehen, Positive Einstellung, Resilienz, Unterstützung, Veränderungen

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